45,4 Millionen Euro für Forschungsneubau des UKE

Wichtiger Bestandteil des UKE Zukunftsplans 2050 wird realisiert

Hamburg 26 Haziran 2020 16:31
45,4 Millionen Euro für Forschungsneubau des UKE
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In der heutigen Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) haben Bund und Länder die anteilige Finanzierung des Neubaus Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bewilligt. Die GWK folgte damit der im April veröffentlichten Empfehlung des Wissenschaftsrates, der das wissenschaftliche Konzept als hervorragend bewertet hat. Am HCTI soll im Schwerpunkt zu Entzündungen, Infektionen und Immunologie geforscht werden. Die Hamburgische Bürgerschaft hatte dem Neubau, der das HCTI und den geplanten Campus Forschung II unter einem Dach vereint, bereits im Dezember 2019 zugestimmt. Die Kosten in Höhe von 45,4 Millionen Euro teilen sich hälftig der Bund und die Stadt Hamburg. Der Baubeginn ist für den kommenden Winter vorgesehen, 2023 sollen die ersten Forscherinnen und Forscher in den Neubau einziehen.
 
Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Mit dem HCTI-Neubau schaffen wir exzellente Bedingungen für den Brückenschlag von der medizinischen Grundlagenforschung zur  Behandlung am Krankenbett. Ziel ist es, bessere Therapiemöglichkeiten bei autoimmunen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu entwickeln. Die hervorragende Bewertung des wissenschaftlichen Konzepts seitens des Wissenschaftsrates unterstreicht einmal mehr die Stärke der medizinischen Forschung am UKE. Der Startschuss für das HCTI ist auch ein starkes Signal für das geplante Cluster zur Infektionsforschung.“
 
Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE: „Wir freuen uns sehr über die großzügige finanzielle Förderung durch den Bund und die Unterstützung durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Das neue Forschungsgebäude ist für das UKE nicht nur ein weiterer Baustein unseres Zukunftsplans 2050 und der strukturellen und medizinischen Neuordnung des UKE-Campus. Es unterstreicht vielmehr eindrucksvoll unsere dynamische Entwicklung in Wissenschaft und Forschung.“
 
Ein Schub für die medizinische Forschung am UKE
Der nun bewilligte Neubau schafft die erforderlichen Arbeits- und Laborplätze, um die Forschung in den Bereichen Entzündungen, Infektionen und Immunologie am UKE weiter auszubauen. Mit dem HCTI wird das Ziel verfolgt, die molekulare und zelluläre Genese autoimmuner und chronisch-entzündlicher Erkrankungen zu verstehen, um damit neue diagnostische Methoden, Biomarker und innovative Therapieansätze zu entwickeln.

Damit wächst auch die medizinische Forschung am UKE Allein 2019 haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund 111 Millionen Euro an Drittmitteln für ihre Forschung eingeworben, über 12 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
 
Realisierung im Mieter-Vermieter-Modell
Die Errichtung des Neubaus soll, wie die meisten Projekte des UKE Zukunftsplans 2050, über das Mieter-Vermieter-Modell realisiert werden. Es sieht vor, dass die Klinik Facility-Management Eppendorf (KFE), ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des UKE, als sogenannte Realisierungsträgerin die Gebäude im Auftrag einer Objektgesellschaft erstellt. Die Objektgesellschaft vermietet an den Nutzer, also das UKE, der wiederum für die Miete einen Zuschuss von der Stadt erhält.

Die Gesamtbaukosten für die beiden Gebäudeteile Campus Forschung II und HCTI belaufen sich auf rund 91 Millionen Euro. Insgesamt wird eine Bruttogeschossfläche von rund 18.000 qm zur Verfügung stehen. Rund 250 Forscherinnen und Forscher werden in 150 Laboreinheiten in den Bereichen Biochemie, Molekular- und Zellbiologie arbeiten. Den Architekturwettbewerb hatten HDR Architekten (Düsseldorf) gewonnen.
 
Zukunftsplan 2050 des UKE
Damit das UKE auch in Zukunft Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf Spitzenniveau und mit internationaler Ausstrahlung leisten kann, muss die bauliche Infrastruktur diesen Erfordernissen kontinuierlich angepasst werden. Auf Basis des von der Stadt beschlossenen Bebauungsplans soll der UKE-Campus weiter strukturiert und die Bebauung verdichtet werden. Dafür wurde der Zukunftsplan 2050 entwickelt, der mit den Neubauten der Martini-Klinik, des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg und des Campus Forschung II und Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) startet.

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